Im Gespräch mit Chefredakteur Ronald Barazon erläutert Mag. Herbert Schnötzinger die Rechtsgrundlagen, Aufgaben und Prozesse des Privatkrankenanstaltenfinanzierungsfonds und die wesentlichen wirtschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen anhand der aktuellen Kennzahlen. Insbesondere zum Thema Qualitätsmanagement werden die aktuellen Projekte zur Evaluierung der Strukturqualitäten und Ausstattungen für die Leistungsabrechnung der Privatkliniken diskutiert. Grundsätzlich bringt hohe Qualität mehr als sie kostet, nicht nur für die Patientensicherheit sondern auch monetär. Daher wurden die zusätzlichen Qualitätssicherungsprojekte positiv und offensiv von den Privatkliniken angenommen.

 

Die Versicherungsrundschau-PRIKRAF.pdf (116 KB)

 

Der nun vorliegende Jahresbericht 2014 bietet erneut eine kompakte Darstellung des medizinischen Leistungsgeschehens der Privatkrankenanstalten sowie der Gebarung des Fonds.  Neben den laufenden Abrechnungs- und Prüftätigkeiten im Zusammenhang mit der Abgeltung von Leistungen lag der Fokus im Jahr 2014 auf Qualitätsüberprüfungen direkt in den Kliniken.

 

Der vorliegende Bericht dokumentiert den Entwicklungsstand der Qualitätsstrukturen und Qualitätsarbeit in Privatkrankenanstalten. Die Inhalte wurden von der PRIKRAF Geschäftsführung bei der Evaluierung der Strukturqualitätsnachweise 2014 mit Rechtsträgern, Direktionen und Qualitätssicherungsbeauftragten in den Kliniken diskutiert. Der Bericht soll eine Standortbestimmung durch Vergleich der Qualitätsarbeit in Privatkrankenanstalten ermöglichen. Mit der ÖSG-Strukturqualitätsüberprüfung und der Teilnahme am Projekt AIQI Ergebnisqualitätsindikatoren wird dem gesetzlichen Qualitätssicherungsauftrag des PRIRKAF professionell und praxisbezogen nachgekommen.

Im Vorjahr wurde das Projekt Strukturqualitätsüberprüfung für Privatkrankenanstalten gestartet. Die Abrechnung von Leistungen wird dabei an die Einhaltung der jeweils gültigen Strukturqualitätskriterien gemäß ÖSG geknüpft. Der Nachweis der Einhaltung der Qualitätskriterien gemäß LKF-Leistungsmatrix erfolgt mit Checklisten. Dabei werden die Personal- und Medizintechnikausstattung sowie die Betriebsorganisation in den Bereichen Intensivbehandlung, Histopathologie sowie für Referenzzentrumsleistungen wie interventionelle Kardiologie und Gefäßchirurgie abgefragt und geprüft.