Der PRIKRAF-Jahresbericht 2019 dokumentiert den kontinuierlicher Aufwärtstrend im Leistungsangebot der Privatkrankenanstalten. Sowohl quantitativ, aufgrund steigender Patientenzahlen, als auch qualitativ durch vermehrt komplexe medizinische Leistungen. Die dafür erforderlichen technischen, personellen und organisatorischen Kapazitäten sind vorhanden und für eine Abrechnung mit dem PRIKRAF qualifiziert nachzuweisen.


Aus aktuellem Anlass darf auf die Covid19-Pandemie und die daraus resultierenden Maßnahmen hingewiesen werden, die auch die Privatkrankenanstalten vor schwierige wirtschaftliche Herausforderungen stellt. Die Patientenzahlen und damit die Einnahmen zur Finanzierung des laufenden Betriebes der Sanatorien sind 2020 massiv eingebrochen. Der PRIKRAF hat kurzfristig reagiert und gesetzeskonform Akontozahlungen auf Basis der Abrechnungen des Jahres 2019 zur finanziellen Absicherung ohne zusätzliche Mittel der Sozialversicherung vorgezogen. Neben den laufenden gesetzlichen Abrechnungs- und Prüftätigkeiten im Zusammenhang mit der Abgeltung aller Leistungen von PRIKRAF‐Krankenanstalten lag der Fokus auch im Jahr 2019 im Bereich der Qualitätsarbeit. In den Kapiteln 7 bis 9 werden die vom PRIKRAF durchgeführten Qualitätsprojekte beschrieben. Bei der offenen Implementierung von ELGA in Sanatorien wurde nunmehr dem PRIKRAF eine Koordinierungsfunktion übertragen, um die speziellen Anforderungen für Belegkrankenanstalten einzubringen. Trotz Corona soll mittels Pilotinstallationen im heurigen Jahr eine vollständige Umsetzung bis 2022 erfolgen. Mit der AIQI-Ergebnisqualitätsmessung aus LKF-Routinedaten wird die medizinische Qualität der Privatkrankenanstalten im direkten Vergleich mit den öffentlichen Krankenanstalten verglichen und überprüft. Die Evaluierung der personellen, technischen und organisatorischen Strukturqualitätskriterien gemäß ÖSG mit Checklisten als Nachweis für die PRIKRAF-Abrechnung ist in Kapitel 9 dargestellt.

 

PRIKRAF JAHRESBERICHT 2019.pdf